Das Weblog zur re:publica'09, der Social-Media-Konferenz in Berlin, die vom 1.-3. April 2009 zum dritten Mal stattfand. Allgemeine Informationen sind hier zu finden.

Please click here for information in english.

Anthony von Hypemachine und moot von 4chan sind bereits in Berlin und hängen im newthinking-Store mit dem re:publica-Orga-Team ab. Kurzes, dunkles Video nach dem Klick!
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Wir empfehlen für die Verschlagwortung von allem re:publica-Relevantem die Tags “rp09″ und “re-publica09″. Wir freuen uns auch über die Verwendung von Creative Commons Lizenzen bei allen Inhalten von und über die re:publica.

Ein Jam ist laut Wikipeda ein zwangloses Zusammenspiel von Musikern, die nicht üblicherweise in einer Band zusammenspielen. Übertragen auf ein modernes Web 2.0 Event könnte man meinen, der InnovationJam ist ein spontaner Chat im Internet über das Thema Innovation. Auch wenn es für die Teilnehmer so wirken mag, ein InnovationJam ist weit mehr als das.
Das beginnt schon mit der Zielsetzung: für einen erfolgreichen Jam muss schon lange vorher festgelegt werden, welche Fragen der Jam beantworten soll, welche Art von Ideen erarbeitet werden und was mit den Ergebnissen anschließend passieren soll. Darauf aufbauend werden die Themenfelder, Kategorien und das Design für das Jam Portal festgelegt und die Kommunikations- und Marketingplanung entwickelt. Nicht jeder potentielle Jam-Teilnehmer ist vertaut mit den Möglichkeiten moderner Web-Technologie und viele müssen zunächst an diese neue Art der Kollaboration herangeführt werden. Das benötigt Zeit und Fingerspitzengefühl.
Damit eine mehrtägige Jam Session mit zehntausenden von Teilnehmern aus hunderten von Organisationen nicht im totalen Chaos endet, muss auch der eigentliche Event im Detail geplant und von geschultem Personal unterstützt werden. Auch wenn modernste Technik dabei hilft, Beiträge automatisch zu analysieren, Tag Clouds zu erstellen und die Suche nach dem Wesentlichen zu vereinfachen, so braucht man doch ein Team von Experten, um die Ideenfindung und Themendiskussion zu unterstützen. Beim InnovationJam 2008 waren das insgesamt ca. 400 Personen, die den Jam im Schichtdienst betreut haben (der Jam war 24×7 weltweit verfügbar). Sogenannte Facilitators haben die Beiträge der Teilnehmer gelesen, mit eigenen Kommentaren und Fragen zur Beteiligung ermutigt und so die Diskussion am Laufen gehalten. Außerdem haben Sie interessante Threads hervorgehoben und wichtige Beiträge an die Jam-Moderatoren und Sponsoren weitergeleitet. Außerdem standen ca. 300 "Subject Matter Experts" bereit, um fachliche Fragen zu beantworten und die inhaltliche Qualität der Diskussionen zu gewährleisten. Hinzu kamen Organisationsteams in allen teilnehmenden Ländern und das zentrale technische Team für den Betrieb des Jams.
Alles in allem eine recht aufwendige und nicht ganz billige Veranstaltung. Aber der Aufwand lohnt, denn anders als bei einer Jamsession mit ein paar Jazzmusikern wird beim InnovationJam echtes Business generiert: 90.000 Teilnehmer aus über 1.000 Unternehmen haben Ideen für neue Produkte und Services oder Verbesserungsvorschläge für bestehende Geschäftsprozesse diskutiert. Mehrfach haben sich auch Kooperationen zwischen Unternehmen angebahnt, um innovative Geschäftsmodelle voranzubringen. So konnte mithilfe des Jams bei einigen Unternehmen die Innovationsagenda neu geschrieben werden.

Mehr Infos zum Jam gibt’s hier: http://www.collaborationjam.com/

Heute
ist ein sehr interessanter und aufregender Bericht in der FAZ
erschienen.
Es geht um die Datenaffäre bei der Deutschen Bahn
. Es geht
darum, dass — so der Bericht — systematisch E-Mails der
Mitarbeiter nach Suchwörtern durchsucht wurden. Hier sind wir
direkt beim Thema E-Mail Management unter ganz verschiedenen
Aspekten, unter rechtlichen und Datenschutz-Aspekten, unter
organisatorischen Aspekten (Stichwort Betriebsvereinbarung zur
privaten Nutzung von E-Mails) und auch technologischen Aspekten (wie
wurden diese E-Mails durchsucht). Das Thema E-Mail Management ist ein
Thema, das mich beruflich seit Jahren umtreibt und zu dem ich sehr
vieles bereits veröffentlicht habe. Es ist ein Thema, das
sehr kontrovers diskutiert wird
. Es ist ein Thema, zu dem ich
meine Meinung habe — wobei sich berufliche und private Meinung hier
weitgehend decken.

So what, I am
still a …
Nein, leider ist es nicht ganz so einfach, wenn man
einerseits Privatperson, andererseits Corporate Blogger, „Spokes
person” der IBM zu einem bestimmten Thema ist. Gewisse Dinge kann
ich als privater Blogger „einfach so raushauen”. Als Corporate
Blogger muss ich vielerlei Dinge bedenken: Wo publiziere ich? Im
Corporate Blog oder in meinem privaten Blog?Wie ist mein Nick? Mein
Twitter-Name Stefan63atIBM
macht schon (bewusst) klar, wo ich arbeite.

Übrigens ist
auch das meiner Meinung nach eine Frage der Etikette. „Oute” ich
mich von vorneherein als Corporate Blogger oder Zwitscherer? Ich
denke, sollte man es tun, entweder im Nick Name oder in seinem
Profil. Viele, die durchaus geschäftliche Interessen verfolgen
oder Vertreter eines Unternehmens sind, tarnen diese doch mehr oder
weniger geschickt. Lieber gleich mit offenen Karten spielen. Kommt
besser an. Das ist zumindest meine Meinung.

Und natürlich
sind weitere Fragen zu bedenken: Spreche ich in meinen Kommentaren
oder Postings über einen Kunden? Be- oder verurteile ich gar
einen Kunden? Sehr dünnes Eis, auf dem ich mich als Corporate
Blogger bewege und hier ist sicherlich im Firmeninteresse
Zurückhaltung geboten. Analog verhält es sich mit dem
Äussern politischer Ansichten als Corporate Blogger, ein
absolutes „No Go”. Die haben bei meinen Postings als Corporate
Blogger nichts zu suchen. Und natürlich darf ich zu manchen
Dingen keine Aussagen machen: Der „gemeine” IBM’er kommentiert
die Diskussion um Sun und IBM nicht. Und er macht auch keine Aussagen
zur geschäftlichen Situation, die Einfluss auf den Aktienkurs
haben könnten. All dies sind Tabus.

Doch daneben sind
weitere Dinge zu bedenken: Und wo ist die Grenze zwischen meiner
persönlichen Meinung und der Position der IBM? Wie mache klar
deutlich, wenn ich persönliche Meinung äussere? Sollte ich
in meinem Corporate Blog, in einem Forum oder meinem Twitter
überhaupt private Meinung äussern? Wenn ich das nicht tue,
wird es dann vielleicht zu dröge und langweilig? Das sind alles
Dinge, die man als Corporate Blogger bedenken muss. In der IBM gibt
es als „Handlungsanweisung” die IBM
Social Computing Guidelines
.

Ich glaube, bei
allen Dingen, die zu bedenken sind, ist es nicht so schwer.
Unternehmen müssen und sollten auf die neue Web 2.0-Welt
reagieren. Unternehmen sollten Mitarbeiter ermutigen, zu bloggen und
in Foren mitzudiskutieren. In meinem Fall ist es fast
selbstverständlich, dass ich das tue: Ich vertrete unter anderem
die Lotus-Brand als Marketing Manager. Lotus ist die Brand der IBM,
die Social Software vertreibt und anbietet. Und ich kann das nur
glaubhaft vermarkten, wenn ich es lebe. Zudem bin ich auch noch
ehemaliger Journalist. Da ist also ein Drang zum Schreiben
automatisch da.

Aber Unternehmen
sollten auch generell Mitarbeiter — nicht nur das Marketing oder
die Presseabteilung - ermutigen, in der „äusseren” Web
2.0-Welt im Firmeninteresse mitzumachen und intern das „Enterprise
2.0″ leben, indem auch dort offen diskutiert wird. Unternehmen
müssen den Mitarbeitern insbesondere für die externe
Kommunikation einerseits Freiraum, andererseits Richtlinien, wie die
oben genannten Guidelines, geben. Unternehmen sollten auch Strategien
haben, wie sie auf kritische Postings, vielleicht Angriffe im Web
reagieren (aber das Thema führt jetzt hier zu weit).

Und ich als
Mitarbeiter oder als Blogger, der in ein Unternehmen kommt, schalte
mein Hirn ein und denke nach, was ich kommuniziere und kommentiere,
welche Verantwortung ich gegenüber meinem Arbeitgeber und
gegenüber meinen Kunden habe. Und wenn es mal kritisch ist, sehr
frei nach Dieter Nuhr: „Einfach mal Fresse halten“.
Zumindest im Corporate Blog oder im Forum, wo ich als Firmenvertreter
bekannt bin. Auch wenn es schwer fällt.

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Samstag ist der Tag, wo ich einmal in Ruhe Zeit habe, eine Tageszeitung
(und meist auch die Druckausgabe der Computerwoche) zu lesen. Das ist
bei mir - wegen meiner Vergangenheit - die FAZ (ich habe dort während
dem Studium in der damaligen Neue Medien-Redaktion gearbeitet). Was ist
mir heute aufgefallen?

Seite 1 zum Skandal bei der Bahn:
"Ermittler: Bahn hat systematusch E-Mails durchsucht" - Für jemanden,
der sich mit dem Thema E-Mail Management und Archivierung
auseinandersetzt, ein interessanter Artikel. U.a. geht es auch darum,
wie eingehende E-Mails beim Posteingang nach Stichwörtern durchsucht
und dann an eine Kontrollinstanz weitergeleitet wurden. Ein Bonmot in
der Technik und Sport Beilage: "… die neue Lust am iPod im Auto".

Dann
gab es eine Beilage zur Computerwoche vom Freitag: Forrester
veranstaltet sein IT Forum EMEA zwischen dem 3. und 5. Juni im Maritim
in Berlin, parallel zur IoD Konferenz der IBM. Beim Maritim kommen
schöne Erinnerungen hoch: Dort habe ich 2006 die 2. FileNet EMEA
UserNet organisiert, im WM Sommer. Und natürlich behandelt die CW die
Übernahmegerüchte IBM - Sun exzessiv, etwas, wo wir "gemeinen" IBM’er
nichts zu sagen (dürfen).

image

Die Zeit vergeht wie im Fluge, und entsprechend habe auch ich heute feststellen müssen, dass nächste Woche bereits die re:publica in Berlin sein wird.

Egal ob diese Veranstaltung, Messen wie die CeBit oder auch unsere Hausmessen wie die Information OnDemand. Die Gründe, warum ich als Besucher zu einer solchen Veranstaltung gehe verändert sich.

       @zoernert Events: "At conferences, you’ll be able to find people with similar interests who are in the same session with you." http://bit.ly/a8DLt

Aber jetzt ehrlich: So eine "Session" ist doch ziemlich anonym. Man sitzt mit einer Menge von Personen im Raum, die zwar das gleiche Thema interessiert sind, seinen Nachbarn wird man aber kaum Fragen: Hallo wer sind Sie?

Für mich persönlich fehlt es an einem Medium, das mir erlaubt in den Raum zu schreien: Ich bin hier. Wer noch?

Tech-Talk?
Der Service, der sich für eine solche Aufgabe anbietet ist Twitter. Doch wie soll man kenntlich machen,  dass man genau in dieser Session sitzt, wenn parallel eine Menge von anderen Veranstaltungen sind. Die Verwendung des Hashtags der Veranstaltung hilft hier wenig (für die RePublica’09 zum Beispiel ist der Hashtag #rp09 ). Man benötigt einen individuellen Code pro Session. Die Lösung könnten die Kurz-URLs die Dienste wie TinyURL oder Bit.ly anlegen sein. Via Twitter-Suche werden alle Tweets angezeigt, die diese KurzURL enthalten.

Selbst ausprobieren?
Für die Veranstaltungen der IBM Sub-Konferenz habe ich unterschiedliche Blog Beiträge angelegt. Wer an einer dieser Sessions teilnimmt - oder wärend der Session Feedback geben will, kann dies von den Seiten aus direkt machen.

Dies ist ein Versuch, einen Blogeintrag in Deutsch / Englisch zu verfassen. Feedback dazu würde mich interessieren.

This is an attempt to write a blog entry in German and English. I am interested in Feedback on this.

Kürzlich sprach Tim Berners-Lee auf der TED über seine Idee des nächsten Web von offenen, verlinkten Daten.Ich stimme seiner Foderung zu:

In a recent talk at TED Tim Berners-Lee made a case for The next Web of open, linked data.I’d agree to his request for

raw
data
now!

Natürlich ist der Zugriff auf Rohdaten nur der erste Schritt. Programmierer können sie nutzen, um neue, Anwendungen zu entwickeln, die uns neue Einblicke verschaffen. Ob diese neuen Anwendungen aus existierenden Komponenten zusammengestellt werden oder neu gebaut werden ist vor allem eine Frage von Erstellungszeit und UI Optimierung.

Aber was ist mit den Anwender, der nich programmieren kann und trotzdem situativen Zugriff auf diese Daten benötigt? Er braucht Werkzeuge, die ihm erlauben…

  1. in einer für ihn beherrschbaren Weise auf die Daten zuzugreifen un sie zu transformieren
  2. eine Bentzeroberfläche zur Anzeige zu schaffen, eine Verknüpfung mit weiteren - evtl. bereits existierenden - Komponenten erlaubt

Daher möchte ich die Forderung wie folgt ergänzen:

Of course access to raw data is only the first step. Programmers can use it to to create new, powerful applications which give us more insight. Whether the use existing building blocks to mash their apps together or build their apps from scratch is just a matter of time to market vs. e.g. UI design.

But what about the end user who does not have the coding skills but needs situational access to these data anyway? He needs some tooling which allows hin to …

  1. access and transform the data in a way he can handle
  2. build a user interface to display the data in a way that the data can interact with other - possibly previously existing - UI components

Therefore I would like to add something to the request:

raw
data
now!
as feeds

oder, wenn Daten auch verändert werden sollen, als RESTful services!

Mit IBM Mashup Center bietet IBM eine Plattform an, die genau dies ermöglicht - in einer Umgebung, die von der IT Abteilung kontrolliert und verwaltet werden kann.

or, if you get read/write access, as RESTful services!

IBM offers with IBM Mashup Center a platform to do exactly that - in an environment that can be controlled and managed by the IT department.

Wir öffnen jeden Morgen um 09:00 Uhr den Einlass im Friedrichstadtpalast. Wir haben verschiedene Schalter, um die vielen Teilnehmer schnell managen zu können. Trotzdem können wir kleine Wartezeiten nicht verhindern, wenn mehrere hundert Menschen z.B. kurz vor 10:00 Uhr kommen und ihr Ticket gegen ein Badge eintauschen wollen. Daher lieber etwas früher kommen, falls man pünktlich um 10:00 Uhr die erste Veranstaltung sehen will.

In Kooperation mit Make.tv werden wir die Sessions im Friedrichstadtpalast und im großen Saal der Kalkscheune Video-streamen. Die Aufnahmen werden im Anschluß auch in einem Download-fähigen Format unter einer Creative Commons Lizenz bereitgestelt.

Die Vorträge und Diskussionen in den kleineren Räumen können wir leider nicht streamen. Hier freuen wir uns über Beteiligung der Besucher. Kameras vor Ort dürfte es wahrscheinlich genug geben. Wer helfen möchte: Just do it.